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Jugendfahrt zu den Europa-Meisterschaften nach Leipzig


22. Juli 2010
Trotz des ungünstigen Termins mitten in den Sommerferien trafen sich am Samstag 19 Jugendliche und 4 Betreuer erwartungsvoll am Bahnhof zu unserer sechsten Jugendfahrt.

Der Zug hatte nur wenige Minuten Verspätung und der Run auf die besten Plätze (die mit dem Tisch in der Mitte zum Kartenspielen) begann. Sogleich wurden die diversen Kartenspiele ausgepackt, so dass die Fahrt wie im Flug verging. Außerdem konnte man noch dank Florian den Film „Herr der Ringe, 1. Teil” ansehen. Es wurde gegessen, getrunken, gelacht und gefroren – ja, wir hatten eine Klimaanlage, die Höchstleistung brachte. Ulrike hatte 10 Liter Mineralwasser in verschiedene Koffer verteilt, um im Falle eines Falles genügend Flüssigkeit für alle dabei zu haben.
So mussten wir die Brühe tragen, konnten aber auf der Rückfahrt davon profitieren.

In Leipzig angekommen fuhren wir direkt in die Arena, Lutz und Ulrike fuhren mit sämtlichem Gepäck mit einem Großraumtaxi in die Jugendherberge und kamen nach….allerdings ließen sie sich ziemlich viel Zeit. Wie sie uns später berichteten besuchten sie noch ein Kaffee-Museum in der Innenstadt von dem sie ganz begeistert waren (auch von dem Kaffee und dem Kuchen ;-)).

Als wir dann alle in der Arena waren, ging es gleich los mit dem Säbel-Halbfinale der Herren. Einige Kinder waren gut ausgerüstet, schwangen Fahnen und hatten bemalte Wangen in schwarz-rot-gold. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass fast nur deutsche Zuschauer vor Ort waren.
Bei so viel Beifall schaffte Limbach den Weg ins Finale. Ein bisschen Warten, dann ging es ums Ganze. Hier musste Limbach sich leider seinem Gegner geschlagen geben und wurde Zweiter. Auch wenn er vielleicht enttäuscht war, erhielt er von den Zuschauern einen Riesenapplaus und wurde bejubelt.
Das Damen-Florett-Finale wurde ohne deutsche Beteiligung ausgefochten und war auch nicht so spannend.

Nach der Siegerehrung ging es zum Pizzaessen in die Innenstadt von Leipzig. Nicht weit vom neuen Rathaus haben wir im „La Grotta” Tische reserviert. Da ein leichter Nieselregen eingesetzt hatte, wurden für uns Tische in einer Nische eingedeckt, ein
sehr schönen Platz, ganz gemütlich und nur für uns. Die Pizza wurde vor den Augen der Gäste zubereitet und im Steinofen loderte ein Feuer. Die Pizzen waren riesig und lecker. Dank einer großzügigen Spende von Harald konnten alle Teilnehmer nach Herzenslust essen und trinken. Satt und zufrieden machten wir uns auf den Weg in die Jugendherberge.

Diese war jetzt nicht der Brüller, aber es gab ja nichts anderes in Leipzig. Die Jugendherberge befand sich in einem nicht sehr schönen Außenbezirk in einem
renovierten Plattenbau. Unsere Zimmer waren im 6. Stockwerk. Schnell wurden die Betten bezogen und man traf sich in verschiedenen Zimmern (Karten spielen, „Herr der Ringe Teil II schauen).
Nach einer ruhigen Nacht beschlossen wir, nicht den ganzen Tag in der Arena zu verbringen, sondern dem Leipziger Zoo einen Besuch abzustatten. Das war eine gute Entscheidung. Der Zoo ist wirklich sehenswert, ein herrlicher Park in der Innenstadt. Die Tiere haben weitläufige Gehege, die Elefanten sogar einen Swimmingpool.
Nachdem ein Zeitpunkt ausgemacht war, an dem wir uns wieder treffen wollten, konnten wir in Gruppen durch den Park schlendern. Jeder hatte danach etwas Besonderes gesehen und erlebt, so gab es auf dem Weg zur Arena viel zu erzählen.

Bei unserer Ankunft wurde uns bereits mitgeteilt, dass die Medaillenhoffnungen im Herrenflorett schon ausgeschieden waren, auch Britta Heidemann war nicht mehr dabei. Nun ging es ums Ganze für Imke Duplitzer.
Viertelfinale im Damen-Degen: Imke Duplitzer hatte schon Britta Heidemann aus dem Rennen geworfen und musste jetzt gegen Anca Mariou aus Rumänien fechten. Nach einem Rückstand schaffte Imke noch die Wende und gewann knapp mit 15:11 und stand im Halbfinale. Auch hier musste sie erst einen Rückstand aufholen und gewann dann aber souverän 15:13 gegen die Russin Yana Shemyakina.
Das Finale im Herrenflorett folgte. Baldini hatte die Nase vorn und wurde Europameister.

In der Pause bis zum Finale Damen-Degen wurden die ersten Andenken gekauft (T-Shirts, Kappen und Anstecker, Programmhefte zum Sammeln von Autogrammen etc.) und Eis im großen Mengen konsumiert.
Auch Lutz war auf einmal verschwunden. Er kam mit einer großen Plastiktüte zurück… und schenkte uns allen eine Kappe als Andenken von dieser EM.
Ab sofort waren wir als Gruppe in der Halle erkennbar. Hier noch mal ein herzliches Dankeschön für diese großzügige Spende

Die Stimmung in der Halle war super. Die Fechtjugend hatte Schlachtrufe eingeübt und nutzte jede Gelegenheit, ihr Können zu zeigen.
Das Finale gewann Imke ohne Probleme gegen die Polin Piekarska 15:10.

Nach der Siegerehrung von Imke Duplitzer mussten wir uns beeilen, zum Essen in die Jugendherberge zu kommen. Das Essen war nicht so lecker, aber es gab keine Alternative (Krautsalat als Vorspeise, dann Rindergulasch oder vielleicht war es auch etwas anderes?? mit Salzkartoffeln und Rotkraut und zum Nachtisch Fruchtcocktail aus der Dose). Danach haben wir noch Tischtennis und Karten gespielt.

Am nächsten morgen mussten wir uns von Elin und Emma verabschieden, sie wurden von ihren Eltern abgeholt, um direkt im Anschluß in Urlaub zu fahren. Der Rest der Gruppe fuhr zum Bahnhof, um das Gepäck in Schließfächer zu packen. Danach haben wir einen Stadtrundgang gemacht: Nikolaikirche, Thomaskirche, Rathaus, Handelsbörse standen auf dem Programm. Natürlich haben wir uns auch die vielen Handelshöfe, in denen früher die Internationale Messe in Leipzig stattfand angesehen, die heute in herrliche Einkaufspassagen umgewandelt wurden. Die berühmteste Passage ist die Mädlerpassage in der auch Auerbachskeller untergebracht ist. Gegen Mittag musste auch Frank sich auf den Weg machen, um einen Termin in Darmstadt wahrzunehmen.

Etwas müde von der Kultur gingen wir dann noch in ein Kaffee und kauften eine Leipziger Spezialität: die Leipziger Lerche (ein leckeres Gebäck aus Mürbteig mit Marzipan). Nach einer kurzen Mittagspause stiegen wir in die Straßenbahn und fuhren zum Kulkwitzer See zum Baden, Segeln und Bootfahren. Wir hatten viel Spaß am und im See und fuhren frohgelaunt zum Bahnhof zurück. Dort wurde noch schnell ein wenig Proviant eingekauft, bevor wir in den Zug nach Darmstadt einstiegen, der ohne Verspätung hier ankam. Alle Eltern warteten auf uns an der Lokomotive, so dass wir uns von allen verabschieden konnten.

Bei dem schönen Wetter wurde noch im Zug ein weiterer Sommertermin festgelegt: Am Mittwoch geht’s ins Griesheimer Schwimmbad.


Bericht von Ulrike Müller



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Jan Tränkner


 
                                                                                                                                                                                                                                               
 
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